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Zyklonabscheider

Keine Schläuche, keine Filter, keine beweglichen Teile — robuste Partikelabscheidung von 5 µm bis grobkörnig, rund um die Uhr.

Zyklonabscheider nutzen Zentrifugalkraft — keine Filtermedien — um feste Partikel aus einem Gasstrom abzuscheiden. Staubbeladenes Gas tritt tangential in den zylindrischen Körper ein und erzeugt einen spiralförmigen Wirbel, der Partikel nach außen zur Wand, den Konus hinunter und in den Austragstrichter treibt, während Reingas aufwärts durch das zentrale Wirbelrohr austritt. Ohne Filterschläuche, bewegliche Teile oder Reinigungsmechanismen arbeitet ein Zyklonabscheider kontinuierlich bei Temperaturen bis zu 900°C. Lozzar Process liefert Hochleistungszyklone (HC-Serie) und Standard-Zyklone (SC-Serie) als Einzelkollektoren und als Vorabscheider vor Schlauchfiltern.

Zyklonabscheider — Keine Schläuche, keine Filter, keine beweglichen Teile — robuste Partikelabscheidung von 5 µm bis grobkörnig, rund um die Uhr.

Funktionsprinzip des Zyklonabscheiders

Staubbeladenes Gas tritt tangential am oberen Ende des Zylinderteils in den Zyklon ein. Der tangentiale Einlass zwingt das Gas in eine abwärts gerichtete äußere Spirale entlang der Zyklonwand. Zentrifugalbeschleunigung — typisch 5–2.500 × g je nach Zyklondurchmesser — drückt Partikel radial nach außen gegen die Wand. Partikel verlieren Impuls durch Wandreibung, verlangsamen sich und wandern entlang des Konus zum Staubauslass.

Das gereinigte Gas, das seinen Rotationsimpuls verloren hat, kehrt die Richtung nahe dem Apex um und tritt aufwärts durch das zentrale Wirbelrohr aus. Kritische Konstruktionsparameter: (1) Einlassgeschwindigkeit — optimal 15–25 m/s. (2) Zyklondurchmesser — kleinerer Durchmesser erzeugt höhere Zentrifugalbeschleunigung (a ∝ 1/r) und scheidet feinere Partikel ab. (3) Konuswinkel und -länge.

Der Trenngrenzwert (d₅₀) — der Partikeldurchmesser, bei dem 50% Abscheideeffizienz erreicht wird — ist der primäre Spezifikationsparameter. Hochleistungszyklone erreichen d₅₀ = 2–5 µm; Standardzyklone d₅₀ = 8–15 µm.

Quick Reference

Einlassgasgeschwindigkeit12–25 m/s (optimum 15–20 m/s)
Trenngrenzwert d₅₀ (50% Abscheideeffizienz)Standard cyclone: 8–15 µm | High-efficiency cyclone: 2–5 µm
Gesamtabscheideeffizienz (typische Eingangs-KGV)70–90% overall (mass basis) for d50 inlet > 20 µm; > 95% for d50 inlet > 50 µm
Gasvolumenstrom (Einzelaggregat)200 Nm³/h – 200,000 Nm³/h per cyclone body
Druckabfall500–2,500 Pa (standard: 800–1,200 Pa; high-efficiency: 1,500–2,500 Pa)
GastemperaturCarbon steel: up to 400°C | Refractory-lined: up to 900°C | SS 304/316L: up to 550°C
Staubeinlasskonzentration1 g/Nm³ – no upper limit (handles > 1,000 g/Nm³ in heavy mineral applications)
Full specifications ↓

Technical Specifications

All parameters are indicative ranges. Final sizing is determined by process simulation based on your specific material and throughput requirements.

Zyklonabscheider — Betriebsparameter

ParameterValue / RangeNote
Einlassgasgeschwindigkeit12–25 m/s (optimum 15–20 m/s)< 12 m/s: unzureichende Zentrifugalkraft; > 25 m/s: erhöhte Turbulenz und Wiederaufwirbelung
Trenngrenzwert d₅₀ (50% Abscheideeffizienz)Standard cyclone: 8–15 µm | High-efficiency cyclone: 2–5 µmBei 2× d₅₀ (z.B. > 20 µm für Standard) Effizienz > 95%; Partikel unterhalb d₅₀ passieren größtenteils
Gesamtabscheideeffizienz (typische Eingangs-KGV)70–90% overall (mass basis) for d50 inlet > 20 µm; > 95% for d50 inlet > 50 µmGesamteffizienz ist massengewichtet — grobe Fraktion dominiert; Feinfraktion (< 10 µm) nur 10–40% Effizienz
Gasvolumenstrom (Einzelaggregat)200 Nm³/h – 200,000 Nm³/h per cyclone bodyMehrere Zyklone parallel für größere Ströme; Multizyklon verwendet viele kleindiametrige Körper mit gemeinsamem Ein-/Auslass
Druckabfall500–2,500 Pa (standard: 800–1,200 Pa; high-efficiency: 1,500–2,500 Pa)Höhere Effizienz = höherer ΔP; durch Abwägung von Ventilatorenergiekosten gegen verlängerte Schlauchstandzeit optimieren
GastemperaturCarbon steel: up to 400°C | Refractory-lined: up to 900°C | SS 304/316L: up to 550°CKeine theoretische Obergrenze aus Prozesssicht — Zyklon enthält keine organischen Komponenten; begrenzt nur durch Werkstoff
Staubeinlasskonzentration1 g/Nm³ – no upper limit (handles > 1,000 g/Nm³ in heavy mineral applications)Im Gegensatz zu Schlauchfiltern verbessert sich die Zykloneffizienz bei sehr hohen Staublasten leicht (Wandschichteffekt)
AbriebbeständigkeitWear-resistant steel (Hardox 400/500); ceramic tile lining; basalt rubber lining for highly abrasive dustsKritisch für Mineral-, Zement-, Kohleasche- und Sandanwendungen; Konus und Einlassabschnitt sind primäre Verschleißzonen
Reingasstaubgehalt50–500 mg/Nm³ typical (depends on inlet PSD)Zyklon allein erreicht selten < 50 mg/Nm³ — immer mit Schlauchfilter für gesetzliche Emissionskonformität kombinieren

Standard-Zyklon vs. Hochleistungszyklon vs. Multizyklon

ParameterValue / Range
KörperdurchmesserStandard: 500–3,000 mm | High-eff.: 200–500 mm | Multi-cyclone: 50–150 mm per tube
Trenngrenzwert d₅₀Standard: 8–15 µm | High-eff.: 2–5 µm | Multi-cyclone: 1–3 µm
DruckabfallStandard: 500–1,000 Pa | High-eff.: 1,200–2,000 Pa | Multi-cyclone: 1,500–3,000 Pa
Kapazität pro EinheitStandard: high | High-eff.: medium | Multi-cyclone: low per tube, high in bank
WartungStandard: minimal | High-eff.: minimal | Multi-cyclone: tube blockage risk with sticky/wet dust
Beste AnwendungStandard: pre-separator, coarse recovery | High-eff.: primary collector for d50 > 10 µm | Multi-cyclone: fine dust, boiler fly ash

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Typische Anwendungen & Materialien

Referenzdaten aus industriellen Anlagen. Tatsächliche Werte hängen von Aufgabekonsistenz, Korngrößenverteilung und geforderter Produktqualität ab.

MaterialEingangsfeuchteAusgangsfeuchteKorngrößeGastemperaturBranche
Drehrohrofen-Vorabscheider — Mineral / DüngemittelDust load 20–200 g/Nm³5–50 g/Nm³ (cyclone reduces load 70–90%)d50 inlet 30–200 µm80–400°C gasMineralien / Düngemittel / Zement
Flashtrockner-Produktrückgewinnung — Stärke / Pigment / PVCDust load 100–800 g/Nm³< 10 g/Nm³ to downstream bag filterd50 10–80 µm80–200°C gasStärke / Pigmente / Polymere
Sprühtrockner-Primärabscheider — Molkerei / Waschmittel / KeramikDust load 50–300 g/Nm³5–50 g/Nm³d50 50–300 µm (product particles)80–250°C gasLebensmittel / Molkerei / Keramik / Waschmittel
Zement-Rohrmühle / Ofenabgas — GrobfraktionDust load 200–1,000 g/Nm³10–100 g/Nm³d50 20–100 µm150–350°C gasZement & Bau
Biomasse-Pelletmühlen-Abluft — Holzstaub / FeinanteilDust load 5–50 g/Nm³1–10 g/Nm³ (coarse fraction recovered)d50 50–500 µm wood fines40–100°C gasBiomasse / Holz / Energie
Getreidemahlen — Mehl / Kleie / GrießabscheidungDust load 10–100 g/Nm³2–20 g/Nm³d50 30–200 µm20–60°C near-ambientLebensmittel- & Futtermittelvermahlung
Heißgaserzeuger / Verbrennungsabgas — FlugascheDust load 5–100 g/Nm³ (fly ash)1–20 g/Nm³d50 20–150 µm200–600°C gasEnergie / Abfallverbrennung / Mineralien
Pneumatikförderer-Abscheider — SchüttgutpulvertransportDust/product load 100–2,000 g/Nm³Product collected > 95% mass; residual fines to bin vent filterd50 100 µm – 5 mm (product)20–80°C ambient airAlle Pulververarbeitenden Branchen (Silofüllung, Dosierung)

Ihr Material nicht dabei? Senden Sie uns Ihre Prozessdaten und wir erstellen eine materialspezifische Auslegung.

Systemkonfigurationen

1

Standard-Einzelzyklon (SC-Serie)

Einzelner Zyklon mit großem Durchmesser für hohe Gasvolumenströme. Durchmesser 500–3.000 mm; verarbeitet Gasströme bis 200.000 Nm³/h in einer Einheit. d₅₀ = 8–15 µm. Kohlenstoffstahl mit verschleißfestem Belag an Konus und Einlass. Typisch als erste Stufe Vorabscheider vor einem Schlauchfilter eingesetzt.

Best for:Trockner-Vorabscheider, Förderluftabscheider, Primärabscheider Sprühtrockner, grober Mineralstaub > 30 µm
2

Hochleistungszyklon (HC-Serie)

Zyklon mit kleinerem Durchmesser (200–500 mm) und optimierter Geometrie für maximale Feinpartikelabscheidung. d₅₀ = 2–5 µm; Effizienz > 90% für Partikel über 10 µm. Höherer Druckabfall (1.200–2.000 Pa). Eingesetzt wenn kein nachgeschalteter Schlauchfilter erwünscht oder praktisch ist.

Best for:Produktrückgewinnung feiner Pulver (d50 10–50 µm), Hochtemperaturanwendungen > 300°C, Einzelkollektor wenn Schlauchfilter nicht praktisch
3

Multizyklon-Batterie (MC-Serie)

Ein einzelner Ein-/Auslass-Plenum mit Dutzenden bis Hunderten kleiner Zyklonrohre (50–150 mm) parallel. Jedes kleine Rohr erzeugt bis zu 500 × g Zentrifugalbeschleunigung — erreicht d₅₀ = 1–3 µm. Eingesetzt in der Flugascheabscheidung in kohlebefeuerten Kesseln und zur Feinbiomasse-Verbrennungsgasreinigung.

Best for:Kohlekessel-Flugasche, Feinbiomasse-Verbrennungsgas, Hochtemperatur-Abscheidung unter 5 µm ohne Schlauchfilter, Zement-Bypass-Gas

Auswahlhilfe

Einlassstaubeintrag sehr hoch (> 50 g/Nm³) und nachgeschalteter Schlauchfilter erforderlich — Zyklon als Vorabscheider reduziert Schlauchfiltergröße und Schlauchersatzhäufigkeit

Standard-Zyklon (SC-Serie) vorgeschaltet vor Schlauchfilter — entfernt 70–90% der Masse am Einlass; Schlauchfilter verarbeitet nun 5–15 g/Nm³ statt 50–500 g/Nm³, verlängert Schlauchstandzeit 2–5× und reduziert Filterfläche bis zu 60%

Gastemperatur überschreitet 260°C — Betriebsgrenze des Schlauchfilters — aber Partikel müssen abgeschieden werden bevor das Gas abkühlt

Hochleistungszyklon (HC-Serie) oder feuerfest ausgekleideter Standard-Zyklon — keine Temperaturbegrenzung aus Prozesssicht; nach Abkühlung auf < 200°C kann ein Schlauchfilter die verbleibenden Feinanteile übernehmen

Im Zyklontrichter abgeschiedenes Produkt ist das Hauptprodukt — Sprühtrocknerprodukt, Flashtrocknerprodukt, Pneumatikfördertransfer — und muss trocken in den Prozess zurückgeführt werden

Standard- oder Hochleistungszyklon als primärer Produktkollektor — Trichter mit Zellenradschleuse trägt Produkt kontinuierlich in den Hauptproduktförderer aus; verbleibende Feinfraktion (typisch 2–5% der Masse) geht zum nachgeschalteten Schlauchfilter zur Endabscheidung

Anwendung erfordert absolut niedrigste Investitions- und Betriebskosten für Grobstaubabscheidung und Emissionsgrenzwerte > 100 mg/Nm³

Standard-Zyklon eigenständig — keine Verbrauchsmaterialien, kein Wartungsplan, Betriebskosten im Wesentlichen null über Zellenradschleusen-Schmierung hinaus; für Steinbruch-, Zuschlagstoff-, Grob-Mineral- und Bauanwendungen

Wann ein Zyklonabscheider NICHT eingesetzt werden sollte

Emissionsgrenzwert < 50 mg/Nm³ — gesetzliche Konformität erfordert Auslass unterhalb dessen, was Zyklone für industrielle Feinstaub zuverlässig erreichen können

Stattdessen:Schlauchfilter

Partikelgröße überwiegend unter 5 µm (Submikrondämpfe, Verbrennungsgase, VOC-Kondensate) — Zentrifugalkräfte unzureichend zur effektiven Abscheidung von Partikeln unter 5 µm

Stattdessen:Schlauchfilter

Gas enthält lösliche Säuregase (HCl, SO₂, HF) oder erfordert gleichzeitige Staub- und Gasphaden-Schadstoffentfernung

Stattdessen:Nasswäscher

Staub ist hochkohäsiv oder klebrig und lagert sich an Zyklonwänden, Konus und Auslass ab — verursacht Verstopfung und Rückführung des gesammelten Materials in den Reingas-strom

Nicht sicher, welcher Trockner für Ihren Prozess geeignet ist? Wir prüfen Ihre Spezifikationen und empfehlen die optimale Lösung.

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Häufig gestellte Fragen

Die Kombination Zyklon + Schlauchfilter wird aus drei Gründen verwendet: 1. Staubreduzierung: Bei Einlassstaublasten über 50 g/Nm³ (typisch für Flash-, Drehrohrofen- und Sprühtrockner) wird der Schlauchfilter zur Engpassausrüstung. Ein vorgeschalteter Zyklon entfernt 70–90% der Masse und reduziert den Einlass auf 5–15 g/Nm³, wodurch die normale Schlauchstandzeit wiederhergestellt wird. 2. Abrasionsschutz: In Mineral- und Zementanwendungen schleift grober Partikel (> 50 µm Sand, Kalkstein) physisch durch Filterschläuche in wenigen Wochen, wenn er bei Einlassgeschwindigkeit auf die Schlauchoberfläche trifft. Der Zyklon entfernt diese abrasiven groben Partikel. 3. Produktrückgewinnung: Bei Sprühtrocknung, Flashtrocknung und Pneumatikförderung sollte die Grobproduktfraktion separat von der Feinfraktion gesammelt werden. Der Zyklon sammelt das Hauptprodukt; der Schlauchfilter sammelt die Feinfraktion separat.

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  • Gasvolumenstrom (Nm³/h bei Betriebstemperatur)
  • Gastemperatur am Zykloneinlass (°C)
  • Staubmaterialbezeichnung und Partikeldichte (kg/m³)
  • Korngrößenverteilung am Einlass: d10 / d50 / d90 (µm)
  • Einlassstaubkonzentration (g/Nm³)
  • Zielabscheideeffizienz (%) oder Zielauslasskonzentration (g/Nm³)
  • Abrasivität: Mohs-Härte des Staubes oder Materialbeschreibung
  • Nachgeschaltete Ausrüstung (Schlauchfilter / Nasswäscher / Atmosphärenaustrag)