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Schlauchfilter (Druckstoß-Gewebefilter)

Die letzte Verteidigungslinie zwischen Ihrem Prozess und sauberer Luft — zuverlässig, < 5 mg/Nm³ garantiert.

Schlauchfilter — auch als Gewebefilter oder Sackfilter bezeichnet — sind das Arbeitstier der industriellen Entstaubung. Ein Druckstoß-Schlauchfilter scheidet Feinstaub aus Prozessgasströmen ab, indem das Gas durch Gewebefilter- oder Nadelfilzschläuche gedrückt wird; der abgelagerte Staubkuchen wird kontinuierlich durch Hochdruck-Druckluftimpulse zeilenweise abgereinigt, wobei niedriger Druckabfall und unterbrechungsfreier Online-Betrieb gewährleistet werden. Lozzar Process konstruiert und liefert Druckstoß-Schlauchfilter für alle nachgeschalteten Anwendungen in Trocknungs-, Mahl-, Förder- und Pneumatikförderbranchen.

Schlauchfilter (Druckstoß-Gewebefilter) — Die letzte Verteidigungslinie zwischen Ihrem Prozess und sauberer Luft — zuverlässig, < 5 mg/Nm³ garantiert.

Funktionsprinzip des Druckstoß-Schlauchfilters

Staubhaltiges Gas tritt durch den Einlasskanal in das Schlauchfiltergehäuse ein und strömt von außen nach innen durch zylindrische Filterschläuche, die an einer Rohrplatte am oberen Ende des Gehäuses aufgehängt sind. Partikel werden auf der Außenfläche der Schläuche zurückgehalten und bilden einen Staubkuchen, der sich progressiv verdickt. Reingas tritt durch die Rohrplatte in den Reingasplenum aus.

Der Druckstoß-Abreinigungsmechanismus arbeitet zeilenweise ohne Unterbrechung des Gasstroms. Eine Druckluftleitung (typisch 5–7 bar) speist ein Blasrohr über jeder Schlauchreihe. In zeitgesteuerten Intervallen oder wenn der Differenzdruck einen Sollwert überschreitet, öffnet ein Magnetventil für 100–200 Millisekunden und gibt einen Hochgeschwindigkeitsimpuls ab, der sich als Stoßwelle fortpflanzt und den Staubkuchen ablöst.

Der Staubkuchen selbst ist ein aktiver Teil des Filtrationsmechanismus — die Anfangsschicht auf einem sauberen Schlauch verbessert die Filtrationseffizienz für Submikronpartikel erheblich. Für d50 > 1 µm sind Effizienzen > 99,9% routinemäßig erreichbar. Die Auswahl des Filterschlauchmaterials ist kritisch und hängt von Gastemperatur, Feuchte, chemischer Zusammensetzung und Partikelabrasivität ab.

Quick Reference

Einlass-Gasvolumenstrom500 Nm³/h – 500,000 Nm³/h
Filtergeschwindigkeit (Luft-zu-Gewebe-Verhältnis)1.0–3.0 m/min (1.0–1.5 m/min for sticky/fine; 2.0–3.0 m/min for coarse/dry)
Betriebsdruckabfall (sauberer bis verschmutzter Schlauch)800–2,500 Pa (typical steady-state 1,000–1,500 Pa)
Reingasstaubgehalt< 5 mg/Nm³ standard; < 1 mg/Nm³ with PTFE membrane bags
Gastemperatur (Betrieb)Up to 130°C (polyester); up to 200°C (PPS/Ryton); up to 260°C (PTFE/glass fibre)
Druckluft-Impulsdruckdruck4–7 bar (g); 5–6 bar typical
Impulsintervall (bedarfsgerecht oder zeitgesteuert)5–60 seconds per row (ΔP-controlled preferred)
Full specifications ↓

Technical Specifications

All parameters are indicative ranges. Final sizing is determined by process simulation based on your specific material and throughput requirements.

Druckstoß-Schlauchfilter — Betriebsparameter

ParameterValue / RangeNote
Einlass-Gasvolumenstrom500 Nm³/h – 500,000 Nm³/hMehrere parallele Kammern für sehr große Volumenströme
Filtergeschwindigkeit (Luft-zu-Gewebe-Verhältnis)1.0–3.0 m/min (1.0–1.5 m/min for sticky/fine; 2.0–3.0 m/min for coarse/dry)Niedrigeres Verhältnis = größere Filterfläche = niedrigerer Druckabfall; kritischer Auslegungsparameter
Betriebsdruckabfall (sauberer bis verschmutzter Schlauch)800–2,500 Pa (typical steady-state 1,000–1,500 Pa)Druckstoßabreinigung aktiviert automatisch wenn ΔP Hochsollwert überschreitet (~2.000 Pa)
Reingasstaubgehalt< 5 mg/Nm³ standard; < 1 mg/Nm³ with PTFE membrane bagsEU-Industrieemissionsrichtlinie erfordert typisch < 10–50 mg/Nm³; < 5 mg/Nm³ für Produktrückgewinnung erreichbar
Gastemperatur (Betrieb)Up to 130°C (polyester); up to 200°C (PPS/Ryton); up to 260°C (PTFE/glass fibre)Temperatur muss > 20°C über Taupunkt bleiben, um Kondensation an Schläuchen zu verhindern
Druckluft-Impulsdruckdruck4–7 bar (g); 5–6 bar typicalHöherer Druck = effektivere Reinigung, aber höherer Verschleiß an Schläuchen und Armaturen
Impulsintervall (bedarfsgerecht oder zeitgesteuert)5–60 seconds per row (ΔP-controlled preferred)ΔP-gesteuerte Abreinigung verlängert Schlauchstandzeit gegenüber fester Zeitsteuerung; Smart-Controller reduziert Druckluftverbrauch um 30–50%
Standzeit der Filterschläuche2–5 years (polyester standard); 5–10 years (PTFE membrane)Abrasive Stäube, hohe Temperatur oder hohe Feuchte reduzieren Standzeit; PTFE-Membran empfohlen für Produktrückgewinnung und abrasive Materialien
Gehäusematerial (Standard / Sonderwerkstoff)Carbon steel S235/S355 standard; SS 304/316L for food, pharma and corrosive gasesInnere Pulverbeschichtung oder Gummiauskleidung für korrosive Gase; poliertes SS 316L für CIP-Lebensmittel-/Pharmaaanwendungen
ATEX-KonformitätZone 20 (inside hopper/housing) and Zone 21/22 (external) availableBeinhaltet Explosionsdruckentlastung (EN 14491), Absperrklappen, Erdung, ATEX-geprüfte Instrumente und Magnetventile

Auswahlleitfaden für Filterschlauchmaterialien

ParameterValue / RangeNote
Polyester-NadelfilzMax 130°C; pH 5–9; standard general-purpose bagAm häufigsten, kostengünstigster; nicht geeignet für Säuregase, hohe Feuchte oder klebrige Produkte
Polyimid (P84) NadelfilzMax 240°C; excellent acid resistance; irregular fibre cross-section for high filtration efficiencyStandardwahl für Hochtemperaturprozesse (Zement, Kalk, Kohleverbrennungsabgase)
PTFE-Membran auf Polyester/PPS-TrägerSurface filtration; outlet < 1 mg/Nm³; max 200–260°C; non-stick surfaceBeste Wahl für Produktrückgewinnung, feine pharmazeutische Pulver, Lebensmittelqualität und klebrige Stäube; längste Standzeit; höchste Kosten
Glasfaser + PTFE-MembranMax 260°C; high-temperature surface filtration; chemical resistanceFür Sprühtrocknungsabgase, Hochtemperatur-Chemieprozesse und Säuregasumgebungen
PPS (Ryton) NadelfilzMax 200°C; excellent acid and alkali resistance; suitable for SO₂/HCl environmentsKohlekraftwerke, Müllverbrennungsanlagen, chemische Anlagen mit Säurekondensationsrisiko

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Typische Vorprozesse & Staubcharakteristiken

Referenzdaten aus industriellen Anlagen. Tatsächliche Werte hängen von Aufgabekonsistenz, Korngrößenverteilung und geforderter Produktqualität ab.

MaterialEingangsfeuchteAusgangsfeuchteKorngrößeGastemperaturBranche
Drehrohrofen-Abgas — Mineral / DüngemittelDust load 5–30 g/Nm³< 5 mg/Nm³d50 10–80 µm carry-over80–200°C gasMineralien / Düngemittel
Wirbelschichttrockner-Abgas — Feinchemikalie / PharmaDust load 1–15 g/Nm³< 1 mg/Nm³ (PTFE bags)d50 50–500 µm50–150°C gasFeinchemikalien / Pharmazeutika
Sprühtrockner-Abgas — Lebensmittel / Molkerei / WaschmittelDust load 10–80 g/Nm³ (high for main cyclone bypass)< 5 mg/Nm³d50 30–200 µm70–120°C gasLebensmittel / Molkerei / Waschmittel
Flashtrockner-Abgas — Stärke / Pigment / PVCDust load 50–500 g/Nm³< 5 mg/Nm³d50 5–50 µm (very fine)60–180°C gasStärke / Pigmente / Polymere
Bandtrockner-Abgas — Biomasse / Lebensmittel / AktivkohleDust load 1–10 g/Nm³ (low — larger particle)< 10 mg/Nm³d50 100 µm – 2 mm fines40–150°C gasBiomasse / Lebensmittel / Wasseraufbereitung
Pneumatikförderlüftung — PulvertransportDust load 20–200 g/Nm³< 5 mg/Nm³d50 50 µm – 1 mm20–80°C (ambient air)Alle Branchen (Silobelüftung, Behälterfilter)
Zementwerk Rohrmühle / OfenabgasDust load 200–1,000 g/Nm³< 10 mg/Nm³d50 5–30 µm120–200°C gasZement & Baumaterialien
Getreidemahlen & Silobelüftung — LebensmittelqualitätDust load 5–50 g/Nm³< 5 mg/Nm³d50 20–200 µm (starch/bran)20–60°C (near ambient)Lebensmittel- & Futtermittelvermahlung

Ihr Material nicht dabei? Senden Sie uns Ihre Prozessdaten und wir erstellen eine materialspezifische Auslegung.

Systemkonfigurationen

1

Standard Druckstoß-Schlauchfilter (Online-Abreinigung)

Eingehäusige Konstruktion, alle Reihen werden sequentiell gereinigt während der Gasstrom weiterläuft. Keine Bypass-Klappen erforderlich. Geeignet für kontinuierliche Prozesse (Trockner, Mühlen). ΔP-gesteuertes Reinigen verlängert die Schlauchstandzeit um 30–50% gegenüber fester Zeitsteuerung.

Best for:Trocknerabgase, Mühlenlüftungen, kontinuierliche Förderanlagenlüftungen
2

Mehrkammer-Schlauchfilter (Offline-Abreinigung)

Mehrere parallele Kammern, getrennt durch Absperrklappen. Eine Kammer wird gleichzeitig vom Gasstrom isoliert, was eine kräftige Umkehrluft- oder Schüttelabreinigung ermöglicht. Für sehr klebrige Produkte (Zucker, Stärkeschlämmefeine, latexbeschichtete Partikel) oder sehr hohe Staublasten (> 500 g/Nm³). Höhere Investitionskosten als einkammeriger Druckstoßfilter; mindestens 3 Kammern für unterbrechungsfreien Betrieb erforderlich.

Best for:Sehr klebrige Stäube (Zucker, Stärke, Latex), sehr hohe Staublasten > 500 g/Nm³, schwerer Mineralstaub mit grobem Kuchen
3

Silo-/Behälterfilter / Kompakt-Patronenfilter

Kleinfilter für Silobefüllungslüftungen, Big-Bag-Entladestationen, Pneumatikförderleitungsenden und Abfüllstellen. In Patronen- (gefaltetes Filterelement) oder Miniatur-Schlauchfilterformat erhältlich. Patronenfilter bieten 3–5× größere Filterfläche pro Volumeneinheit als Schlauchfilter. Direkt auf Siloöffnungen montiert. Gasströme 100–5.000 Nm³/h.

Best for:Silobefüllung, Big-Bag-Stationen, Fassabfüllung, Pneumatiktransportendpunkte, GMP-Reinraumluftfiltration

Auswahlhilfe

Reingasstaubgehalt muss < 50 mg/Nm³ betragen — gesetzlicher Emissionsgrenzwert oder Produktrückgewinnungsanforderung

Schlauchfilter — einzige Technologie, die zuverlässig < 5 mg/Nm³ für alle industriellen Staubtypen und Gastemperaturen erreicht; Zyklonabscheider können für Partikel unter 10 µm nicht < 50 mg/Nm³ erreichen

Gesammelter Staub hat Produktwert und muss in den Prozess zurückgeführt werden — nicht verworfen werden

Schlauchfilter mit PTFE-Membranschläuchen — < 1 mg/Nm³ Reingas sichert nahezu keinen Produktverlust; Trichter für Staubrückführung zum Hauptproduktfluss oder separate Sammlung ausgelegt

Gasstrom enthält explosiven Staub (Kst > 0 bar·m/s) und die Anlage ist als ATEX Zone 20/21/22 klassifiziert

ATEX-konformer Schlauchfilter mit EN 14491-Explosionsdruckentlastung, Absperrklappen und geerdeter Konstruktion — von EU-Richtlinie gefordert; Nasswäscher als Alternative nur wenn gesammelter Staub nicht trocken gehandhabt werden kann

Gasvolumenstrom ist sehr groß (> 100.000 Nm³/h) und eine einzelne kompakte Einheit ist gegenüber mehreren kleineren Einheiten bevorzugt

Großer Mehrkammer-Schlauchfilter mit modularer Gehäusekonstruktion — Einzeleinheit bis 500.000 Nm³/h; geringere Baukosten als mehrere kleine Einheiten; zentrales Druckluftverteilerrohr und einzelnes Instrumentierungspanel

Wann KEIN Schlauchfilter eingesetzt werden sollte

Gasstrom enthält kondensierende Feuchte oder klebrigen hygroskopischen Staub, der Filterschläuche blind und irreversibel verstopft — Gastemperatur liegt unter oder nahe dem Taupunkt

Stattdessen:Nasswäscher

Staub ist wasserlöslich und muss als Flüssiglösung zurückgewonnen werden — oder Gasreinigung produziert ein Flüssigabwasser, das direkt zur Abwasserbehandlung geleitet wird

Stattdessen:Nasswäscher

Partikelgröße im Gasstrom liegt überwiegend über 50 µm, Staubbelastung ist gering (< 2 g/Nm³) und Emissionsgrenzwert ist > 50 mg/Nm³ — Zyklonabscheider ist ausreichend und kostengünstiger

Gasstrom enthält eine hohe Konzentration von Säuregasen (HCl, HF, SO₃), die alle Standard- und Spezialschlauchmaterialien irreversibel chemisch angreifen, selbst mit Beschichtung

Stattdessen:Nasswäscher

Nicht sicher, welcher Trockner für Ihren Prozess geeignet ist? Wir prüfen Ihre Spezifikationen und empfehlen die optimale Lösung.

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Häufig gestellte Fragen

Die Filtergeschwindigkeit (auch Luft-zu-Gewebe-Verhältnis) ist der wichtigste Auslegungsparameter bei der Schlauchfilterauslegung. Sie ist definiert als der gesamte Gasvolumenstrom (Nm³/min) geteilt durch die gesamte Filterfläche (m²), in m/min. Die korrekte Filtergeschwindigkeit hängt ab von: (1) Partikelgröße — feinere Partikel (d50 < 20 µm) erfordern niedrigere Geschwindigkeit (1,0–1,5 m/min); gröbere Partikel (d50 > 50 µm) erlauben höhere Geschwindigkeiten (2,0–3,0 m/min). (2) Staubkonzentration am Einlass — hohe Staublasten erfordern niedrigere Geschwindigkeit. (3) Staubklebrigkeit — klebrige Stäube erfordern niedrigere Geschwindigkeit und PTFE-Membranschläuche. (4) Abreinigungseffizienz. Als Faustregeln: Für Trocknerabgase mit d50 30–100 µm: 1,5–2,0 m/min; für Feinchemikalien und Pharmapulver mit d50 < 30 µm: 1,0–1,5 m/min; für Getreideschüttung und groben Mineralstaub: 2,0–3,0 m/min.

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  • Gasvolumenstrom (Nm³/h bei Betriebstemperatur — nicht Normalbedingungen)
  • Gastemperatur am Filtereinlass (°C)
  • Gasfeuchtegehalt (% vol. oder g/kg Trockengas)
  • Einlassstaubkonzentration (g/Nm³)
  • Staubmaterialbezeichnung und Korngröße d10/d50/d90 (µm)
  • Kst-Wert oder Staubexplosionsklasse (St 1/2/3 oder nicht explosiv)
  • Erforderlicher Emissionsgrenzwert (mg/Nm³)
  • ATEX-Zonenklassifizierung, Werkstoffpräferenz (Stahl / SS 304 / SS 316L)